Imagefotografie am Kurfürstendamm Berlin Charlottenburg
Portraitfotograf Berlin Karsten Schilling

Imagefotografie im Freien am Kurfürstendamm in Berlin Charlottenburg

"Panta Rhei - alles fließt" dieses altbekannte Sprichwort beschreibt nach meiner Erfahrung nach 10 Jahren als Profi-Fotograf besonders treffend den kreativen Schaffensprozess beim Fotografieren.

Alles beginnt damit, dass man aus welchen Gründen auch immer eine Idee bekommt, die in der Form vorher so noch nicht dagewesen ist. Die Begeisterung steigert sich in ungeahnte Höhen, sie euphorisiert die fotografische Seele, befeuert das künstlerische Bewusstsein.

Nach der bahnbrechenden Ideenfindung dämmert allmählich die Erkenntnis, dass die Umsetzung des zuvor noch so begeistert wahrgenommenen Konzepts doch schwieriger wird, als man ursprünglich angenommen hat. Die Desillusion wird perfekt mit dem Eingeständnis, dass die eigene Unzulänglichkeit an der alles überstrahlenden Größe der ursprünglichen Eingebung kläglich zu scheitern droht.

Das ist der Moment, wo es sich entscheidet, ob man den Mut und die Kraft hat, dieses Tal zu durchschreiten. Denn nichts anderes ist es, als ein temporäres Innehalten vor den Herausforderungen, die die Eigenheiten des zuvor nur in der eigenen Vorstellungskraft vorhandenen Photos bereithält.

Langsam geht es wieder aufwärts mit der eigenen Motivation. Und zwar genau dann, wenn man merkt, dass tatsächlich noch mehr geht, als man zuvor angenommen hat. Vorsichtige, wohl überlegte Korrekturen formen Schritt für Schritt Annäherungen an das Idealbild heraus.

Wenn nun alle Beteiligten willens sind, weder mit Zeit noch mit eigener Energie allzu sehr zu geizen, sie also eigentlich alles daran setzen, sich komplett mit all ihren Möglichkeiten in den Dienst des kreativen Schaffens zu stellen, dann hat man mit dem letzten Quäntchen Glück als Sahnehäubchen obendrauf den idealen Boden für eine höchstmögliche Umsetzung des eingangs erwähnten Geistesblitzes bereitet.

Es hängt also im Wesentlichen mit der Ausdauer der Beteiligten zusammen, wie viel man letzten Endes davon erreicht, von dem, was man sich kreativ oder künstlerisch vorgenommen hat. Ein gutes Foto setzt also nicht nur ein hohes Maß an Einsatzbereitschaft beim Fotografen voraus, nein, es bedarf auch eines hohen Energie-Levels bei den Models bzw. Kunden voraus.

Wahrscheinlich ist das der Grund, warum ich jedes Mal so froh und auch dankbar bin, wenn ein Fotoshooting erfolgreich verlaufen ist. Denn meine eigene Motivation kann ich beeinflussen, mein eigenes Energie-Level auch, z.B. indem ich mich gut ernähre oder früh zu Bett gehe, am Abend vor dem Fotoshooting.

Dabei ist es ganz egal für mich, ob es sich um einen Termin für Businessportraits in Berlin handelt (so wie oben abgebildet für eine Physiothearpiepraxis in Charlottenburg), oder für ein Familienportrait bei mir im Fotostudio in Charlottenburg. Ich bereite mich für jedes Shooting maximal vor. Worauf ich nur sehr begrenzt Einfluss habe, das ist die Situation bei meinem Gegenüber. Man hat vor dem Termin vielleicht ein oder vielleicht auch zweimal telefoniert, aber die Lebensgewohnheiten meiner Kunden kann und will ich gar nicht beeinflussen.

So kommt es dann also z.B. vor, dass Menschen mit erheblichem Schlafdefizit vor meine Kamera treten und alles, was sie sich wünschen, ist, die Situation möge so schnell wie möglich vorübergehen. Alles, was ich in so einem Fall tun kann, ist, dass die Porträt-Sitzung in der Tat so schnell wie möglich über die Bühne geht. Der erste Schuss ist in solchen Fällen oftmals wirklich der beste. Das Gute daran: es trainiert mich.

Nicht selten bin ich bei Firmen als Fotograf in einem Konferenzraum für neue Mitarbeiterbilder engagiert. Bei solchen Anlässen gibt es immer Angestellte, die den ganzen Sinn meines Daseins in Frage stellen und dies auch nicht müde sind, mir mitzuteilen. Mit dieser Unlust gilt es dann zu arbeiten. Wer sich davon unterkriegen lässt, wird dann im Ergebnis die Kritiker nur bestätigen, indem ein wenig vorteilhafter Shot als Ergebnis herauskommt.

Schafft man es jedoch, die Situation umzudrehen, und die ersten gezeigten positiven Ergebnisse sprechen für sich, dann kann man wieder zusammen an einem kreativen Strang ziehen. Wie man das schafft? Das ist ganz unterschiedlich.

Bei den Einen helfen viele Worte, bei den Anderen sind lieber wenige Worte angebracht. Wenn man dann schließlich spricht, dann am besten die richtigen Worte. Welche das sind? Ganz unterschiedlich und von Person zu Person unterschiedlich. Ich werde darauf noch an anderer Stelle eingehen.

An dieser Stelle möchte ich es bei der Erkenntnis belassen, dass die kreativen Anteile an einem guten Portrait auf mehrere Schultern verteilt sind und das diese mitunter sehr variieren können, selbst während man gerade am Fotografieren ist.

Anfängern oder Foto-Amateuren fehlt es meist noch an einem Gespür für diese Dynamik des kreativen Schaffensprozess. Sie sind zu sehr mit sich, der Kamera, dem Licht, dem Hintergrund oder was auch immer beschäftigt. Ich kann das sagen, weil ich selber schon in der Situation gewesen bin und sie somit quasi durchlebt habe.

Wenn man es auf einen Nenner bringen will, dann vielleicht, dass das stete Festhalten (und nicht loslassen!) an einer gemeinsamen Vision am erfolgversprechendsten für erfüllende Ergebnisse bei der Portraitfotografie und insbesondere der Fotografie für Image Portraits ist.

Location: Berlin, Kurfürstendamm.